Etappe 1 – Zum “heiligen” Berg von La Verna

Dauer: 2 km, 1 Stunde

Weg

Einfach losfahren. Im Schlafwagen von München nach Florenz, und mit dem lokalen Zug nach Arezzo. Auf der Piazza Grande von Arezzo mit der Pieve Santa Maria ist Italien schon spürbar. Pieve, eines der Worte, die auf der Pilgerreise begleiten. Eine Pieve (ital. veraltet für Pfarrei) war im Mittelalter in ländlichen Gegenden Nord- und Mittelitaliens ein Pfarrbezirk und eine Kirche mit besonderen Rechten. Am Bahnhof von Arezzo gibt es Informationen, wie man mit Zug und Bus nach Chiusi de la Verna kommt. Von diesem kleinen Ort aus läuft man zur ersten Pilgerstation, dem Santuario della Verna, einem Franziskanerkloster. Hier empfing der bereits der sehr kranke Franziskus der Legende nach seine Stigmata.

Arezzo Piazza Grande Von Andrewrabbott - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0,

Arezzo Piazza Grande
Quelle: Andrewrabbott

Wir nahmen den Zug von Arezzo Richtung Stia/Pratovecchio und stiegen in Bibbiena aus. Mehrmals am Tag fährt von Bibbiena ein Bus zum Ort Chiusi della Verna, dem Startpunkt. Wir stiegen in La Beccia aus und liefen die steile Straße zum Kloster, zum Santuario La Verna. Flacher und schöner ist der Weg, der im Ort Chiusi vor dem Albergo Da Giovanna beginnt, wo man sich gleich mit einem Kaffee belohnen kann.

Im Kloster La Verna  (Abbazia di Chiusi di La Verna) begegnen wir zum ersten Mal einem Sasso Spicco, einem Naturschauspiel aus Fels und Moos, wo Franziskus betete. Der Pilger kann hier einen ganzen Tag verbringen, und in den Hostels im Ort Chiusi della Verna bleiben. Uns (vor allem dem Panderer) genügte ein Rundgang durch die weitläufige Anlage und ein Besuch in der Cappella delle Stimmate, wo Franziskus die Wundmale empfing. In einer rechten Seitenkapelle der Basilika sahen wir den Wanderstab und ein Gewand von Franziskus. Der Anblick berührte und motivierte mich. Wer länger in La Verna bleiben will: http://www.zeit.de/2014/17/toskana-franziskaner-klo  ster-la-verna

Das Kloster La VernaVon Mattana - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=15620645

Das Kloster La Verna
Quelle: Mattana

Erleben

01

02Mit dem Lebensende von Franziskus beginnt unsere Pilgerreise. „Es ist gerade zu das Kennzeichen dieses Pilgerweges, dass er kein bestimmtes Ziel hat. Er führt zu verschiedenen Stationen, zu einer Begegnung mit Franziskus“ schreibt Angela.

Für die Panderer: Der Pilgerweg führt zu so schönen Plätzen, dass die Seele jauchzt und der Magen lacht.

In La Verna war Franziskus schon krank, deprimiert, und hatte nur noch zwei Jahre zu leben. Um seinen Mitbruder Leo, der ihn versorgte zu trösten, verfasste Franziskus den Segen für Bruder Leo.

 

Der Herr segne und behüte Dich.
Er zeige dir sein Angesicht
und erbarme sich deiner.
Er wende dir sein Antlitz zu
und schenke dir den Frieden.
Der Herr segne,
Bruder Leo, dich.

Etappe 2 – Von La Verna durch das Tibertal nach Pieve Santo Stefano

Dauer: 17 km, 5 ½ Stunden

Der Panderer wollte am selben Tag weiter nach Pieve Santo Stefano, so dass wir Etappe 1 und Etappe 2 an einem Tag gingen.

laverna

Weg

Nachmittags: Die baumlose Weite des Monte Calvano

Nachmittags: Die baumlose Weite des Monte Calvano

Durch stille Wälder und über weite Hügel.
Der anstrengende Weg führt durch weite Höhen und durch das herrliche Tibertal in das kleine Städtchen Pieve Santo Stefano. Angela empfiehlt, nach dem Kloster La Verna um den Monte Penna herumzulaufen, was wir taten, weil wir gleich zu Beginn den Einstieg in die Route nicht fanden. Der Panderer fand dann, weil er ruhig und genau Angelas Beschreibung las, den Einstieg in die Route. Unmarkierte Wegen ging wir nicht.

Ein schöner Waldpfad führt zum Monte della Modina

Ein schöner Waldpfad führt zum Monte della Modina

Pieve Santo Stefano wurde im II. Weltkrieg fast vollständig zerstört. Das Rathaus sammelt Geschichten von Menschen, von Bauern, von einer Gräfin. Wir haben das Rathaus nicht besucht, wir wollten nur in unsere Herberge, so erschöpft, so zufrieden.

18:30 h Vom Weiler Grigliano blicken wir ins Tibertal. Jetzt ist es nicht mehr weit nach Pieve Santo Stefano.

18:30 h Vom Weiler Grigliano blicken wir ins Tibertal. Jetzt ist es nicht mehr weit nach Pieve Santo Stefano.

07

Am nächsten Tag besuchten wir auf unserem Weg die Kirche Santo Stefano mit dem Außenfresko Martyrium des Stefanus. Ich bedankte mich für den ersten Pilgertag.

08

Erleben

Nach kurzer Zeit befindet sich der Pilger / Panderer mit Leib und mit Seele in Italien.

santostefano02

Herberge

Bild: www.hotelsantostefanoarezzo.it

Bild: www.hotelsantostefanoarezzo.it

Hotel Santo Stefano
Via Tiberina 95
52036 Pieve Santo Stefano (Arezzo)
Telefon: +39 0575 797129
www.hotelsantostefanoarezzo.it

„Santo Stefano“ befindet sich direkt am Ortseingang. Wir konnten auch fast nicht mehr laufen und bekamen beim Eintritt ein Lächeln und Wasser zu trinken. Der Preis  für die einfachen Zimmer sind bezahlbar, con prima colazione, mit Frühstück. Und im Hotel eigenen Restaurant „al aire libre“ schmeckte das Essen so köstlich, con un mezzo litro di vino rosso della casa.

Das Willkommen im Hotel Il Diario, Pieve Santo Stefano.

Das Willkommen im Hotel Santo Stefano

Etappe 3 – Zur Einsiedelei Eremo Cerbaiolo und zum Passo Viamaggio

Dauer: 13 km, 4 ½ Std

Weg

 Der Weg zur Einsiedelei von Cerbaiolo, die sanft an einem Hang liegt.

Der Weg zur Einsiedelei von Cerbaiolo, die sanft an einem Hang liegt.

Es lohnte sich, früh aufzustehen, die steilen Hügel zügig zu durchschreiten, denn auf dem Passo Viamaggio wartete die Bar Imperatore mit „cibo eccellente“ mit leckerem Mittagessen, serviert an Tischen mit karierten Tischdecken. Leider hat die Bar Imperatore, an der Kaiser Cäsar vorbei marschierte, inzwischen geschlossen, doch die Besitzer bieten eine Alternative an.

Der Passo di Viamaggio ist ein 982 m hoher Pass im Apennin. Er liegt in der Region Toskana unweit der Emilia-Romagna. Über den Pass verläuft die SS 258, die Sansepolcro mit Rimini verbindet und somit das obere Tibertal mit der Adria. Motorräder bevölkern den Weg, den Julius Cäsar ging.

Quelle: http://www.eremodicerbaiolo.com/

Quelle: http://www.eremodicerbaiolo.com/

Eine Oase der Ruhe ist die Einsiedelei von Cerbaiolo, die wir auf dem Weg zum Passo Viamaggio besuchten. Es ist nicht gewiss, ob Franziskus in der Einsiedelei zu Gast war, aber die Überlieferung des Ortes erinnert an die Gastfreundschaft, die Mönche der Einsiedelei ihrem Ordensbruder Antonio aus Padua angeboten haben.

Erleben

Die weite Landschaft vom Viamaggio-Pass aus gesehen öffnet Herz und Sinne. Vor der Einsiedelei / Eremo von Cerbaiolo erwischte uns der Regen, den wir gut beschützt unter Bäumen, und mit Regenjacken abwarteten. Die Einsiedlerin Klara, die noch im Buch von Angela erwähnt wird, lebte 2012 nicht mehr. Ein junger, freundlicher Einsiedler empfängt Suchende, gibt Rat, unterhielt sich mit uns, und gab mir den Reisesegen. Der Panderer, des Lateinischen kundig, verstand so schöne Worte wie „custodire“, behüten.

Wo das Schweigen wohnt,
lebt das Gebet,
brennt die Liebe
herrscht Friede
(Inschrift am Eremo von Cerbaiolo)

Herberge

passoviamaggioDie Bar Imperatore, die direkt am Pass liegt und wo wir übernachteten, hat wohl geschlossen. Diese Info gibt www.diquipassofrancesco.it. Die Besitzer von der Bar Imperatore bieten von der Bar einen Shuttleservice zum B&B Ristorante La Baita dell’ Impertore an, das sich 5 km außerhalb der Route befindet.

Telefon: +39 0575 790132

Falls kein Zimmer frei ist, kann man eventuell in der Einsiedelei (info@eremodicerbaiolo.com) übernachten.

Telefon:+39 0575 799228

Nicht zu viel vino rosso trinken, am nächsten Tag muss man früh aufstehen. Ma, che bello bere en pace. In aller Ruhe trinken.

Nicht zu viel vino rosso trinken, am nächsten Tag muss man
früh aufstehen. Ma, che bello di bere en pace. In aller Ruhe trinken.

Etappe 4 – Zum Eremo / Einsiedelei Montecasale durch die Einsamkeit des Apennin nach Sansepolcro

Dauer:  23 km, 9 Stunden

Weg

Der Beginn der Etappe erfordert Tageslicht, da vor uns ein schmaler Pfad im Bergwald liegt.

eremoAuf dem Weg nach Montecasale, lohnt es sich, in dem Örtchen Montagna zu Mittag zu essen. Man braucht die Kraft bis Sansepolcro, wo die Herberge wartet.

Im Kloster Montecasale lebte Franziskus einige Zeit. Die Pilgerin, in Begleitung eines weiter wollenden Panderers, braucht eine Stunde, den bezaubernden Ort zu genießen.

12Der Panderer wartete derweil draußen und genoss die Weite. Franziskus liebte die Einsamkeit der Wälder, und den Sasso Spicco, die Felshöhle, wo er mit einer Lerche zum Lob Gottes gesungen haben soll. Die Benediktiner übergaben die Leprastation 1213 an die Minderbrüder von Franziskus. Somit dürfte Montecasale das erste Haus gewesen sein, dass Franziskus benutzte.

 

Franziskus schaut vom Kloster Montecasale in den Apennin

Franziskus schaut vom Kloster Montecasale in den Apennin.

Der Panderer hatte recht zu drängeln, denn der Weg zieht sich nach Sansepolcro (Heiliges Grab), berühmt für seine Pasta und für den Renaissancemaler Piero della Francesca, dessen Kunst uns noch begegnen wird.

Erleben

Ristorante Da Vasco Montagna

Ristorante Da Vasco Montagna

Es gibt das Glück der Anstrengung, durch die Weite des Apennin, und das Glück, unter freiem Himmel gut zu essen. Angela’s Route folgend, kamen wir zum Ort Montagna, und es erwartete uns unerwartet die Trattoria da Vasco (Telefon: +39 0575 742166). Erschöpft kamen wir vorbei. Es war der 15.8. Maria Himmelfahrt, der höchste Feiertag in Italien, Ferragosto. Eigentlich war kein Platz mehr frei, und doch, für uns Pilger gab es noch ein Plätzchen, das der freundliche cameriere uns schuf. Er brachte das Essen, das alle an jenem Tag aßen.

Es gibt nichts Schöneres unter der Sonne,
als unter der Sonne zu sein.
(Ingeborg Bachmann)
und unter ihr in Italien zu essen.

In Montecasale: Die Pilgerin ging eine kleine Treppe hinunter und ruhte sich für einen Moment auf dem runden Stein auf, auf dem sich einst der Heilige ausruhte. Ruhig ist es im Kloster, und ich erinnere mich an Momente absoluten Angekommen Seins.

Im Kloster, versteckt, gibt es in einer Wandnische eine Pietà, die Michelangelo inspiriert haben soll.

Im Kloster, versteckt, gibt es in einer Wandnische eine Pietà, die Michelangelo inspiriert haben soll.

Auf dem Weg nach Sansepolcro verirrten wir uns, und lasen hilflos im Buch, im Rücken die Fabrik der berühmten Buitoni Nudeln. Da fuhr ein besorgter Motorradfahrer zurück und half uns auf den richtigen Weg.

Herberge

Wir wohnten einfachst im „Il Paradiso dei Cappuccini“, einem Kapuzinerkloster, das zu einem Studenten- und Gästehaus umgebaut wurde.

Il Paradiso dei Cappuccini
Localita’ Montecasale
52037 Basilica, Sansepolcro AR
Telefon: +39 0575 742032

Bild: www.saturnonotizie.it/

Quelle: www.saturnonotizie.it

Das Haus liegt auf einem Hügel mit Weitsicht. Das bedeutet durch ganz Sansepolcro zu laufen, und Leute nach dem Kloster zu fragen. Beim gemeinsamen Essen, so heißt es im Buch von Angela, versammelt sich im Refektorium zuweilen eine interessante Mischung von Gästen. Im August fehlen die Studenten, so dass die Pilger*innen unter sich sind.

Etappe 5 – Von Sansepolcro über den Tiber nach Citerna

Dauer: 12 km, 4 Std

Weg

Abschied von Sansepolcro.

Früh standen wir auf und nahmen Abschied von Sansepolcro.

Die Kunstinteressierten gehen am Vormittag ins Museo Civico von Sansepolcro, um die Bilder von Piero della Francesca zu sehen. Die Unruhigen wandern weiter nach Citerna. Den Tiber durchwateten wir in einer kleinen Furt, durchwanderten kleine Dörfer, nicht ahnend, wie schön es sein wird in Citerna. Wir sind in Umbrien. Das Hügelstädtchen Citerna hat eine schöne Altstadt, und Franziskus soll von dort den kleinen Hügel gesegnet haben. Wir taten es auch.

Zwischen der Toskana und Umbrien

Zwischen der Toskana und Umbrien

Erleben

Es gibt irgendwann eine Pilgerkrise. An diesem heißen Sommertag erwischte es uns. Müde, hungrig erzählten wir uns, im Gras liegend, morbide Geschichten und zogen stumm weiter vor die Tore von Citerna.

Gut, dass wir hungrig blieben, denn in Citerna erwartete uns Pilgeressen und Antonella.

Von Adri08 - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4132515

Quelle: Adri08

Gleich am Eingang in die Stadt kamen wir an einem gedeckten Tisch vorbei. Ohne zu wissen, dass wir kommen, hatte ein kleines Geschäft Pilgeressen vorbereitet. Den Namen des „negozio di alimentari“, des Lebensmittelgeschäftes habe ich vergessen, die Freundlichkeit, den Geschmack der formaggi, vini, pane, nie. Vielleicht saßen wir vor der Alimentari Antico Borgo in der Via Garibaldi.

14Wir hatten keine Herberge und an diesem Tag war uns alles egal. Die im Buch von Angela beschriebene Franziskanische Hausgemeinschaft nahm niemanden auf, weil Ferien waren. Das Hotel Sobraia existierte damals nicht, und so rief das „negozio di alimentari“ bei Antonella an. Sie kam auch gleich mit ihrem Fiat und antwortete auf meine Frage „Quanto costa una camera singola“ mit der unvergesslichen Antwort: „abbiamo una piscina“. Wir haben einen Swimmingpool. Und so fuhren wir mit ihr mit, ins Paradies, auf die Anhöhe „Poggia“.

Herberge

Von der Poggia in Umbrien geht der Blick in die Toskana

Von der Poggia in Umbrien geht der Blick in die Toskana

Villa di Poggia Fano
Localita Villa Fano
Telefon: +39 347 083 4295
info@poggiodivillafano.it

Der Charme von Antonella, der Blick ins Tibertal, Gespräche, Alles war gut. Das wunderschöne Zimmer, unsere Oase nach den Strapazen kostete (Pilgerpreis) 50 €, senza prima colazione, ohne Frühstück.
Ob es Antonella dort noch gibt? Wir werden sie nie vergessen.

Der halbstündige Fußweg am Abend zurück nach Citerna lohnt sich für a) Ausblick und b) Spaghetti alla Chitarra im Ristorante Belvedere Corso Giuseppe

Telefon: +39 075 859 2148

15

Etappe 6 – Durch die Toskanische Landschaft nach Città di Castello

Dauer: 21 km, 7 Stunden

Weg

Früh am Morgen: Der Blick nach Lerchi

Früh am Morgen: Der Blick nach Lerchi

Nehmen Sie einen ausreichenden Wasservorrat mit, da die nächste Wasserstelle erst nach 12 Km  in der Nähe des Ortes Lerchi kommt.

Antonella fuhr uns im rasenden Fiat nach Monterchi, denn dort hängt das angeblich schönste Fresco Italiens, die Madonna del Parto. In der Bar Monterchi, Via della Reglia 1 tranken wir Café latte, aßen panini und verabschiedeten uns von Antonella und ihrem Mann, um die Madonna zu sehen. Piero della Francesca malte das Bild der schwangeren Madonna für den Friedhof, auf dem seine Mutter ruht. Es lohnt sich, zu diesem Friedhof im Ort zu gehen, vielleicht sogar eher, als das Fresco anzuschauen, weil es in der Dorfschule nicht wirkt.

umbrien

Buon Riposo. Im Jahr 1213 erhielt Franz von Assisi eine Kapelle mit Garten.

Bereits in der Ferne winkt der Kirchturm des Doms von Città di Castello und wir kommen zum Eremo Francescano del Buon Riposo vorbei, wo Franziskus immer Rast machte, wenn er nach La Verna wanderte. Die Einsiedelei hat zahlreiche Geistliche beherbergt, wie Antonius von Padua, Bonaventura, Bernhardin von Siena und Franziskus von Pavia und kann wohl mit der freundlichen Genehmigung der Besitzer besichtigt werden, wenn diese anwesend sind.

Achtung: in der Nähe regten sich die cani liberi über Pilger auf; und umgekehrt.

Unterwegs nach Citta di Castello

Unterwegs nach Citta di Castello

Mauern machen eine Stadt. Citta di Castello Von Adri08 - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4072909

Mauern machen eine Stadt. Citta di Castello
Quelle: Adri08

Belohnen geht immer. Bar Paola an der SP 221. Über den Tiber gelangen wir in die Stadt.

Belohnen geht immer. Bar Paola an der SP 221. Über den Tiber gelangen wir in die Stadt.

Città di Castello. Im ersten Jahrhundert nach Christus lebte Plinius der Jüngere hier. Die Stadt hat einen mächtigen Mauergürtel, und man begreift den Stolz der Italienischen Dörfer und Städte. Bei einem Spaziergang begegneten wir den Spuren von Maria Montessori, die im Jahre 1909 erstmals Erzieher*innen in ihre Methode einführte. Die Pinakothek (die wir nicht besuchten), zeigt Raffael. Sehenswert ist die Chiesa di San Domenico. Die geheimnisvolle Kirche zeigt Fresken aus dem Leben des hl. Dominikus, die an Edvard Munch erinnern. Die Kirche beherbergt den Schrein der Margherita della Metola. Obwohl selbst blind, verkrüppelt und deshalb von den Eltern verlassen, kümmerte sich die Heilige um die Armen, die sie wie der Heilige Franz besuchte.

Quelle: Amazon

Quelle: Amazon

Lesetipp: Pamela Hill schildert in dem Roman „The woman in the cloak“ das Leben dieser Frau. Resilienz nennt man heute die Gabe, nicht zu verbittern.
Der Spaziergang macht hungrig, und wir frugen diesmal einen Apotheker: Scusi, dovè si mangia veramente bene? Die Apotheker sollen angeblich wissen, wo man gut ist. Hat gestimmt.

Campari in Citta di Castello.

Un Campari in Citta di Castello.

Herberge

Hotel Umbria
Via S. Antonia 6
gleich hinter der Piazza Matteotti
Telefon: +39 075 8554925
https://www.hotel.de/de/albergo-ristorante-umbria/hotel-476513/

Für einen fairen Pilgerpreis um die 30 Euro bekamen wir einfache, saubere Zimmer und ein gutes Frühstück.

Etappe 7 – An Quellen und Wiesen: Von Citta di Castello nach Pietralunga

Dauer: 28 km, 8 Stunden

Weg

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Alles was Frau braucht

In Città di Castello unterbrach ich die Pilgerreise. Um anzuknüpfen, fuhr ich später alleine nach Lama, um dort zu übernachten und die Pilgerreise fortzuführen.
Meine Herberge in Lama:

Agriturismo Il Barbarossa, Signor Libero
Telefon: +39 335 7019104
www.ilbarbarossa.com

Nach der Zugreise blieb ich einen Tag in Lama, damit die Seele nachkommen konnte.

Der Weg von Lama nach Città die Castello ist laut und eintönig. Es fährt ein Bus nach Città di Castello. Von dort ging ich Richtung Bagni di Fontecchio, vorbei am großen Friedhof der Stadt.

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Nach den Thermen Bagni di Fontecchio (man hat Lust, halt zu machen) führt ein Feldweg zur Ortschaft Il Sasso, wo ich ein kurzes Bad nahm, und in der Bar Café trank.

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11Ich wanderte weiter durch stille Täler und sanfte Hügel. Sonnenblumen und das Tau- Zeichen begleiteten mich. Verirren ausgeschlossen.

Am Rande einer Wiese, der Wiese der Heiligen erhebt sich die verlassen daliegende Pieve de Saddi: Die Pieve (Urpfarre) war ein Versammlungsort der Urchristen. Zur Zeit der Völkerwanderung wurden die Sümpfe gemieden, so baute man die Kirchen auf Anhöhen. Die Pieve de Saddi ist nur Sonntags von April bis September geöffnet. Pilgerinnen berichteten mir im Herbst 2019, dass sie dort sehr gastfreundliche Aufnahme gefunden hätten.

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Ein magischer Ort. Die Pieve de Saddi.

Ein magischer Ort. Die Pieve de Saddi.

Auf dem Weg nach Pietralunga

Auf dem Weg nach Pietralunga

Endlich, irgendwann, komme ich nach einer langatmigen Straßenwanderung ins hochgelegene Pietralunga. Kurve um Kurve wanderte ich tapfer der kleinen Festungsstadt entgegen.

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Pietralunga mit Turm

Erleben

16Der Tag beginnt mit einer Messe in der Chiesa di San Francesco in Città di Castello. Der Priester, ein Franziskaner segnet alle Pilger und „tutti i viaggatori. Die Kirche verkaufte irgendwann „Die Verlobung Mariens“ von Raffaello und so hängt in der Kirche, wie so oft in den Kirchen Italiens, eine Kopie.

Herberge

18Der Weg nach Pietralunga ist lang, umso dankbarer bin ich für das Lächeln von Marcella im Hotel Tinca. Das Hotel Tinca liegt direkt vor der Festung,

Hotel Tinca
Via Marconi 7
Telefon: +39 075 940057
www.hotel-tinca.com

Ich gönnte mir den Luxus eines Hotels mit Dusche, und im Ristorante Locanda, am Turm, Zuppa di Verdure und Caprese. Zum Essen war ich fast zu müde.

Wie gut sind Wäscheklammern und eine Wäscheleine.

Wie gut sind Wäscheklammern und eine Wäscheleine.

Etappe 8 – Gubbio: Wo Franziskus mit dem Wolf sprach

Dauer: 26 km, 8 Stunden

Mein langer Weg nach Gubbio

Weg

Abschied von Pietralunga. Es ist fast 10 Uhr, ich bin keine Frühaufsteherin.

Abschied von Pietralunga. Es ist fast 10 Uhr, ich bin keine Frühaufsteherin.

Dieser Weg wird ein weiter sein.

Der Weg von Pietralunga nach Gubbio zog sich am nächsten Tag in die Länge. Keine Schwefelquellen keine Sonnenblumen. In meiner Verzweiflung hörte ich das Rucksackradio. Es kam leider nicht Verdi, der andere Italienische Heilige, sondern das italienische Radio übertrug die Eröffnung der Bayreuther Festspiele – und so kam der schwülstige Wagner. Und gefühlt so lange wie eine Wagner-Oper dauerte auch der Weg.

Auf dem Weg d) nach Loreto.

Auf dem Weg d) nach Loreto.

Nach dem Kloster San Benedetto ging ich Variante d) die längere Route, die um den Monte Spesce herum führt. Diese Variante in Angelas Buch erschien mir klarer. Es war die längste Route, und in Loreto konnte ich fast nicht mehr weiterlaufen. Heute würde ich Variante c nehmen, die direkt von San Benedetto nach Mocaiana führt. Und doch, in Loreto begegnete ich Clara.

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Erleben

Um durchzuhalten, hörte ich Wagner im Rucksackradio. Just am 2.8. war die Eröffnung der Bayreuther Festspiele im Italienischen Radio zu hören.

Ohne Klara hätte ich vielleicht aufgeben müssen.

Ohne Clara hätte ich vielleicht aufgeben müssen.

23An die aussichtsreichen Hügel, die kleinen Weiler und die lieblichen Täler kann ich mich nicht mehr erinnern. Nur an Wald und an Clara. Irgendwann in Loreto half auch Wagner nicht mehr. Ich setzte mich hin. Da sah mich Clara, lud mich in ihr Haus, gab mir zu trinken, frische Feigen zu essen, und Eiscreme. Einige Pilger hatte sie wohl schon in Loreto sehr müde gesehen.

24An der Brücke, Gubbio schon im Blick, setzte ich mich zu einer Marienstatue und aß Claras Feigen. Autofahrer hupten und bekreuzigten sich.
Jetzt müßte man segnen dürfen, dachte ich. Und wieder ein paar Schritte weiter, und dann endlich Gubbio. Das Amphitheater am Fuße der Stadt versuchte ich noch zu bewundern. Andare e sudare, gehen und schwitzen.

Herberge

Gästehaus Istituto Maestre Pier Filippini
mitten im Zentrum am Corso Garibaldi 100
Telefon: +39 075 9273768

16 Betten in Zimmern mit eigenem Bad (Das Glück der eigenen Dusche). Eine Entscheidung wurde mir abgenommen: Unterkunft nur ab zwei Nächten. Die liebevolle Atmosphäre im Kloster rechtfertigte die zwei Nächte, nach der Tour des Vortages hätte ich auch nicht weitergehen können, obwohl die nächste Etappe „Friedensweg“ nur 11 km dauert, und Gubbio an einem Vormittag gut zu besichtigen ist.

Auf der linken Seite – mein liebes Kloster.

Auf der linken Seite – mein liebes Kloster.

26“Mi hanno mandato le maestre Filipine”. Mich schickten die Schwestern. Mit diesen Worten trete ich in das Ristorante „Al Picchio Verde Fratelli Almunno“ ein.

Via Savella della Porta 65
Telefon: +39 075 927 6649

Gegrilltes Gemüse und Vino Rosso, 13 € habe ich mir notiert. Der Kellner lächelt, ich schaffe es kaum, die Gabel zum Mund zu führen  – Wohlweh’.

Sei stata brava Paola, so bedanke ich mich bei mir selbst und freue mich auf einen Tag in Gubbio „la più bella città medievale“, die angeblich schönste mittelalterliche Stadt in Italien.

Bruder Wolf, Fratello Lupo. Ein Tag in Gubbio
wo Franz den Wolf zähmte und die Menschen
aufforderte, dem Wolf zu essen zu geben.

Weg

27Gubbio liegt ca. 35 km nordwestlich der Regionshauptstadt Perugia. Im südöstlichen Gemeindegebiet entspringt der Fluss Chiascio.

Der Tag begann mit dem Besuch der Piazza Grande, der einen gewaltigen Aussichtsbalkon in das Land Umbrien bietet.

Von der Piazza geht es steil zur Basilika Sant’Ubaldo am Monte Ingino, das hoch über Gubbio liegt. Die Basilika ist tagsüber per Seilbahn zu erreichen. Ich lief in 45 Minuten hinauf und mit der Seilbahn ging es wieder hinunter. Wie köstlich war danach die Siesta in meinem Kloster.

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Gubbio von oben.

Friedliches Sant'Umbaldo Quelle: Di Geobia - Opera propria, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16737157

Friedliches Sant’Umbaldo
Quelle: Di Geobia

Am Abend fand ich noch Zeit, die Chiesa di San Francesco zu besuchen.
“Qui Francesco d’Assisi trovo asilo e conforto al principio della sua conversione“, hier fand Franziskus Unterkunft und Trost nach seiner Lebenswende. Die Chiesa di San Francesco liegt auf den Grundstücken der alten Familie Spadalonga. Diese Familie war es, die im Jahr 1206-7 Franziskus aufgenommen und eingekleidet hat, nachdem dieser das väterliche Haus verlassen und auf den Reichtum verzichtet hatte. Hier zog Franziskus zum ersten Mal die Kutte an, die dann zum traditionellen Kleidungsstück der Franziskaner wurde.

Erleben

30Die Pilger-Reise zu unterbrechen kann kritisch sein, wenn aus Unruhe wieder Ruhe einkehrt. Und ohne Pilgern ist ein Tag sehr lang, gerade in Gubbio.
Ich fühlte die Schwermut der Mauern, die Schwere der mittelalterlichen Atmosphäre. Gubbio ist keine fröhliche Stadt.

Im Sala degli stemni, oben auf dem Marktplatz, wurde der lokale Preis für Literatur vergeben: Il premio di letteratura. Die Rede handelte von „allontarsi del egoismo“ della memoria. Nostra vita è un dono. Unser Leben ist ein Geschenk. Ich mochte es, immer wieder Italienisch zu hören.

Das Lächeln einer Schwester in Gubbio “Sine dubio in Gubbio. Ohne Zweifel in Gubbio”

Das Lächeln einer Schwester in Gubbio
“Sine dubio in Gubbio. Ohne Zweifel in Gubbio”

41rXgfNnQjLDer Roman Reise im Mondlicht von Antal Szerb handelt zum Teil in Gubbio. Das Buch endet mit dem Satz: «Und solange man lebt, weiss man nicht, was noch geschehen kann.» Der Eheroman spielt im Jahr 1937.

Etappe 9 – „Sentiero Francescano della Pace“ – Auf dem Friedensweg nach Valdichiascio

Dauer: 11 km, 4 Std

Weg

valdichiascio03Der bei Hitze anstrengende, wenn auch kurze Weg führt durch das Tal des Flusses Chiasco. Es ist der Weg, den Franziskus ging, als er aus Assisi floh. Wir gehen den umgekehrten Weg, von seinem Zufluchtsort Gubbio nach Assisi, seiner Geburtsstadt. Der Weg läuft direkt von Gubbio nach Valfabricca, ohne in Valdichiascio zu übernachten. Dazu muss man in Gubbio sehr früh aufstehen; für mich unmöglich.

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Außerhalb der Stadt, auf dem Weg zum Sentiero della pace – inmitten der Felder und Wiesen, “auf denen vor Jahrhunderten Guelfen und Ghibellinen ihre blutigen Schlachten schlugen”, steht das bedrückende Monument Gubbios, das Mausoleo dei 40 martiri. Nur die wenigsten Besucher der Stadt verirren sich an diesen Ort, heißt es. Soldaten der 114. Jägerdivision erschossen als Vergeltungsmaßnahme für einen Partisanenangriff am 22. Juni 1944 40 Einwohner.

In der Via della Piaggiola beginnt der Friedensweg mit rot-weiß-roter Markierung und den Tau-Zeichen.

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Die Chiesa della Vittorina

An der Chiesa della Vittorina vor den Toren Gubbios befand sich die erste Niederlassung der Minderbrüder. Zu dieser Zeit, wie auch heute noch, gab es im Apennin Wölfe, die die Menschen beunruhigten.

Der Legende nach gelang es Franziskus eine Koexistenz zwischen den Menschen und den Wölfen herzustellen. Damit ist wohl Franziskus heute aktueller denn je.

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Franziskus spricht mit dem Wolf

Nach fröhlichen 1/1/2 Stunden kam ich zur Kapelle San Lazaro, wo sich das Aussätzigen Spital befand. Franziskus entdeckte vor den Toren von Gubbio die Ärmsten der Armen, die Lepra-Kranken. Schon als junger Mann in Assisi küsste er einen Lepra-Kranken aus Scham, weggelaufen zu sein, als dieser aus der Stadt vertrieben wurde.

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Die Kappelle San Lazaro

Später am Nachmittag, nach einem Anstieg von 4 km, eröffnet sich ein Rückblick auf Gubbio. Eine Naturstraße führt bald zu einem Agriturismo in Valdichiascio. Ich erblickte einen Swimmingpool, Leute und trat ein.

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Erleben

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Auf dem Friedensweg

Die erste Pilgerreise von Franziskus heraus aus Assisi begann im März 1207, als Franziskus vor dem Bischof von Assisi sich seiner Kleider entledigte, und aller seiner irdischen Güter „tutti i beni terreni“. Franziskus wendet sich Richtung Gubbio, halbnackt. Er erfährt Verspottung und Verachtung einer Welt, die ihn, den ehemaligen Kaufmannssohn, rein nach seinem Äußeren beurteilt.

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Rückblick auf Gubbio

“Alles im Leben ist Begegnung”, schrieb Martin Buber. Und tatsächlich begegnen mir in meiner Herberge, die ersten Pilger: Vater und Sohn, Norbert und Johannes, mit denen ich weiter pilgern werde. Birgit und Rolf pilgern seit 6 Jahren zusammen. Birgit liebt das Tischgespräch und das Loslassen beim Laufen. Von ihr stammt der Trost: “die wahren Pilger pilgern im August, unter sengender Sonne”. Die Rocksängerin Maddalena mit dem gemeißelten Körper erzählte im Swimmingpool von der Kunst des Loslassens. Für diese Begegnungen lohnte sich der hohe Preis der Herberge, und das Abendessen bleibt in Erinnerung: Tagliatelle con Pomodoro.

Herberge

Azienda Agraria Malingri
Loc. Valdichiascio Gubbio PG 06024
Telefon: +39 0759 20251
www.valdichiascio.net

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In the morning of my life – Morgenstimmung

Etappe 10 – Über Biscina nach Valfabbrica: Assisi entgegen

Dauer: 27 km, 8 Stunden

Weg

Der Beginn eines schönen Tages

Der Beginn eines schönen Tages

Rimi, Maria Helena sind, noch selten, Pilger aus Italien.

Rimi, Maria Helena sind, noch selten, Pilger aus Italien.

21Es wird, unter sengender Sonne, ein harter Tag werden, erfüllt durch Begegnungen mit Pilgern. Quercia, Mittelmeereichen begleiten uns. Wir gingen den Friedensweg, den Sentiero Francescano della Pace, der an die Flucht von Franziskus aus dem Elternhaus erinnert. Kirchen, eine Einsiedelei, Ruinen, schöne Ausblicke über dem Stausee, viel gibt es zu bestaunen. Nehmen Sie viel Proviant mit. Der Weg ist gut ausgeschildert und bietet viel Abwechslung. Laufen und genießen Sie.

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Chiesa Madonna delle ripe Bild: www.caigubbio.it

Chiesa Madonna delle ripe
Quelle: www.caigubbio.it

Es grüßt zu Beginn die Kapelle Santa Maria della Ripa (Madonna am Ufer). Ich erinnere mich, wie ich durch das Gitter das entzückende Fresco der Mutter Gottes sehe.

Dann folgt San Pietro in Vigneto, eine kleine Einsiedelei, von Pater Basilio bewohnt, der nicht gestört werden will. Angeblich kann man ihn weit im voraus anrufen, wenn man die Einsiedelei besuchen will.

Telefon: +39 075 920 318

Das Kloster liegt an der ehemaligen Via Municipale, die Assisi und Gubbio miteinander verband. Es ist möglich, dass Franziskus und seine Begleiter hier Aufnahme fanden, schreibt Angela. Links oberhalb vom Weg ist ein schöner Rastplatz mit Brunnen, wo wir die italienischen Pilger*innen wieder trafen.

Den Berg hinauf sehen wir die Burg von Biscina, die über dem Stausee thront. Der Friedensweg führt über Sambuco zum Kirchlein und zur Schlossruine von Coccorano.

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Ein verwunschenes Schloss: Coccorano

Das Ruinen-Schloss von Coccorano gehörte der Familie Bigazzini di Gubbio, die Franziskus kannten, als dieser noch der Sohn reicher Tuchhändler war.  Jacopo di Bigazzini gehörte auch später zu seinen Freunden, und bot ihm Obdach.

Blick auf den Stausee

Eine Naturstraße führt nach Valfabricca. Durch das ehemalige Kloster Santa Maria in Vado (Furt) war Franziskus mit Valfabricca verbunden.

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Der Weg auf der schönen Naturstraße zieht sich – durchhalten!

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Erleben

Bild: www.girotondosanfrancesco.itDer Einsiedler in San Pietro in Vigneto hat einen strukturierten Tag, um den ich ihn ein wenig beneide; nur ein wenig: Aufstehen um 4:30.

Oberhalb von Valfabricca, an der Kirche Santa Maria in Vado liegt vielleicht heute noch die letzte Uhr meines Vaters. Ich verlor sie am Friedhof, und der Trost war, dass mein Vater Italien so liebte. Zum Suchen war ich zu müde.

Santa Maria in Vado Bild: http://istruzione.umbria.it/

Santa Maria in Vado
Quelle: http://istruzione.umbria.it/

„Wo nur immer eine Kirche stand, verneigten sie sich, auch wenn sie nicht bei der Kirche selbst waren, sondern sie nur von weitem irgendwie sehen konnten…. und was nicht weniger zu bewundern ist, wo immer sie ein Kreuz oder das Zeichen es Kreuzes erblickten, sei es am Boden oder an einer Wand, an Bäumen oder an Zäunen am Weg, taten sie das Gleiche“, schrieb der Franziskus Biograph Thomas von Celano. (Text aus Angelas Buch. 1 Cel 45).

Herberge

Einfach und nett:

Hotel Villa Verde
Via Roma 26
Valfabricca
Telefon: +39 075 9029013
www.hotelvillaverde.org

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Mein Pilgerstempel. Buon Cammino.

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