Etappe 24 – Zur Abtei von Farfa – Gespräche mit römischen Frauen

Dauer: circa 8 Stunden

Aus den Möglichkeiten, die www.camminodifrancesco.it bietet, entschied ich mich für den Weg zur Abtei von Farfa über Poggio Moiano, Osteria Nuova. „Ein langer Weg, durch die gelb-blauen Zeichen erleichtert“ schreibe ich am Ende eines schönen Tages in mein Tagebuch.

Die waren nicht alle für mich. Nettes Café in Ponticelli

Die waren nicht alle für mich. Nettes Café in Ponticelli

Weg

Santuario Santa Maria delle Grazie.
Am Vortag (bzw. Abend) kam ich an dem Heiligtum vorbei und laufe den Weg zurück, um das Kloster zu besuchen. Für den Besuch brauchte ich 2 Stunden.

Meine Freunde, die Schilder gelb-blau.

Meine Freunde, die Schilder gelb-blau.

Von sanften Bäumen umgeben, finde ich eine Oase der Ruhe, eine Stille Kirche und, rechter Hand auf dem Gelände, eine Toilette.

viafrancigena26

„Wir bitten um Ruhe. Lass‘ Dich durch die Natur von der Liebe Gottes einhüllen“. Eingang zum Santuario Santa Maria delle Grazie, einem der wichtigsten Wallfahrtsstätten das einige Heilige beherbergte: Bonaventura aus Barcelona, Leonardo da Porto Maurizio, Giovanni Battista da Borgogna und Bruder Angelo Savini da Ponticelli.

Weg nach Farfa

viafrancigena27Danach gehe ich zurück nach Ponticelli di Scandriglia. Durch den langen Ort ganz durch sehe ich das Schild Via Francigena und gehe den Weg Roma Rieti. Die blau-gelben Schilder der Via Francigena führen zuverlässig zur Abtei von Farfa.

 

Eine Kapelle auf dem Weg nach Osteria Nuova. Hier frägt mich ein Mountainbiker: „Tutto OK?“

Eine Kapelle auf dem Weg nach Osteria Nuova. Hier frägt mich ein Mountainbiker: „Tutto OK?“

Unten im Keller warten Schätze. Quelle: http://www.lazioturismo.it/asp/scheda_archeo.asp?id=50

Unten im Keller warten Schätze.
Quelle: http://www.lazioturismo.it

In der Osteria Nuova wartet eine Kleinod: die Ausgrabung Grotta dei Massacci das in das 2. Jahrhundert zurückreicht. Ich hab’s versäumt, weil ich diese Beschreibung nicht genau las: Überqueren Sie die Brücke, die über die Nationalstraße SS4 „Via Salaria“ führt, gehen Sie etwas 400 m auf der Via Mirtense und dann finden Sie in der Nähe einer Kirche die Ausgrabungen, die sich unter einem Landhaus befinden. Die Ausgrabungen scheinen aber nur jeden ersten Sonntag von 9 – 12 Uhr offen zu sein.

Blick auf Poggio Moiano

Blick auf Poggio Moiano

Toffia mit blauem Himmel Quelle: http://rete.comuni-italiani.it/

Toffia mit blauem Himmel
Quelle: http://rete.comuni-italiani.it/

Auf der linken Seite führt ein kleiner Weg circa 1.8 km quasi an der Nationalstraße entlang, bis man auf einige Häuser stößt. Richtung Süden geht es auf der kleinen Straße weiter, die auch fast an der Nationalstraße entlang führt, bis zu einer Unterführung die uns auf die Nordseite nimmt, auf die Via Archipiglione.. Wir nehmen die Abzweigung nach links (Westen) und laufen ca. 4 km der Gemeindestraße Carlo Corso entlang, bis sie zur Landstraße Farfense führt. Über sie kommen wir in das mittelalterliche Dorf Toffia. Biegen Sie rechts ab in Richtung Stadtzentrum und kurz vor dem Bogeneingang innerhalb der Mauern, biegen Sie rechts ab in die Via Giacomo Matteotti.

Stiller Moment in Toffia

Stiller Moment in Toffia

Der Weg von Toffia nach Farfa zieht sich dahin, ist aber ruhig, abwechslungsreich und wir gehen auf einen Hügel zu, auf dem die Abtei von Farfa thront.

Blick von Farfa zurück nach Toffia

Blick von Farfa zurück nach Toffia

Die Straße steigt steil in Richtung der Gemeindestraße Farfense an, in die wir nach links (Westen) hineingehen. Wir kommen wieder auf den Boden des Tales. Über die Brücke kommen wir auf der anderen Seite des Bächleins weiter, entlang der Straße, die mehr oder weniger den Weg der kleinen Schlucht folgt. Wir kommen an einem Fußballfeld vorbei, das wir links liegen lassen.. Nach einer kurzen Strecke durch die Bäume, überquert die Straße ein offenes Feld, und wir sehen schon auf dem Hügel links die Abtei von Farfa, eine der wichtigsten Benediktiner-Heiligtümer in Italien und Europa. Die Abtei von Farfa liegt auf dem Benediktiner-Weg (www.viabenedicti.it). Nach einer Weile treffen wir wieder auf das Bächlein, das durch die Ebene hindurch fließt, praktisch auf kleiner Höhe wie die kleine Straße Sie können über eine kleine Eisenbrücke das Bächlein überqueren oder durchwaten.

Il Borgo medievale di Farfa, das mittelalterliche Dorf Farfa und seine Abtei warten auf uns.

Abendstimmung in Farfa

Abendstimmung in Farfa

Erleben

Als ich überglücklich vom Tal heraufkomme, probt eine Damencombo für ein Konzert „Rock e Gospel“. Unter meinem Zimmer spielt die Musik. Die Abtei von Farfa ist von 12:30 h bis 16:30 h geschlossen. Am Abend bekam ich noch eine Führung durch das herrliche Kloster. In ihrer Blütezeit im 11. Jahrhundert beherrschten ihre Bewohner Mittelitalien.
Ich bleibe zwei Tage.

Auf dem langen Weg nach Farfa versuchte ich, das Glaubensbekenntnis auf Italienisch zu beten. Ich hatte mir den Text in Santa Maria delle Grazie aufgeschrieben.

Credo in un solo Dio, Padre Onnipotente, creatore del cielo e della terra, di tutte le cose visibili e invisibili.
Credo in un solo Signore Gesù Cristo unigenito figlio di Dio nato dal Padre prima di tutti i secoli. Dio da Dio, Luce da Luce, Dio vero da Dio vero, generato, non creato, della stessa sostanza del Padre. Per mezzo di Lui tutte le cose sono state create. Per noi uomini e per la nostra salvezza discese dal cielo e per opera dello Spirito Santo si è incarnato nel seno della Vergine Maria e si è fatto uomo. Fu crocifisso per noi sotto Ponzio Pilato, morì e fu sepolto e il terzo giorno è resuscitato secondo le Scritture ed è salito al Cielo e siede alle destra del Padre e di nuovo verrà nella gloria per giudicare i vivi e i morti ed il suo Regno non avrà fine.
Credo nello Spirito Santo che è Signore e dà la vita e procede dal Padre e dal Figlio e con il Padre ed il Figlio è adorato e glorificato e ha parlato per mezzo dei profeti. Credo la Chiesa una, santa, cattolica e apostolica.
Professo un solo battesimo per il perdono dei peccati e aspetto la resurrezione dei morti e la vita del mondo che verrà. Amen

Die Kirche von Farfa

Die Kirche von Farfa

Herberge

Ich wußte schon am Morgen, um 19:30 h gibt es Abendessen in Farfa Sabina, in der

viafrancigena34Casa Accoglienza (Gästehaus) delle suore di Santa Brigida
Via del Monasterio 12, Farfa, Sabina
Telefon: +39 0765277072
suorefarfa@brigidine.org

Vor dem Kloster liegt die schöne Abbazia, die Abtei.

„E adesso la cena“. So freundlich servieren die Schwestern der Santa Brigida das Essen im Sala del Pranzo. Ältere Römerinnen machen hier Urlaub.

Beim Abendessen unterhalte ich mich mit der Römerin Helena, 93-Jahre alt. Sie ist das Ergebnis einer Italienisch-Ägyptischen Begegnung. „La pazienza vince sempre. Die Geduld siegt immer“, sagt sie zum Abschied.

Vollmond über Farfa.- Buona notte

Vollmond über Farfa.- Buona notte

Nächste Etappe

Etappe 25 – Mit dem Pullman (Bus) nach Poggio Mirteto, „Hügel der Myrte“ Rieti Tal

Vorherige Etappe

Etappe 23 – Von Poggio San Lorenzo nach Ponticelli di Sandrigilia


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Kommentar

  1. Elfriede Lua Lechner

    Hallo Paola, der Vortrag war wirklich toll, so daß er mir bestimmt noch lange in Erinnerung bleibt. Heute habe ich endlich mal durch die Webseite geschaut, hab sie aber nur noch teilweise gelesen. Man fühlt, dass Du Dir einen Lebenstraum erfüllt hast. Würde Dich gerne mal auf einen Kaffee einladen und unter anderem über die VHS plaudern. Hast Du Lust und Zeit? Dann meld dich doch einfach über Facebook oder per e-mail bei mir. Ich würde mich auf jeden Fall freuen.

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